Denis Hollenstein: Nochmals Grosses erreichen

Denis Hollenstein war 18 Monate verletzt und ist nun wieder zurück.

18 Monate war er verletzt – die Verzweiflung wuchs und wuchs. Nun ist der 36-jährige Eishockeystar zurück und möchte mit dem ZSC nochmals Grosses erreichen.
Slapshot bringt die Story, die zuerst in der «Schweizer Illustrierten» erschien.
Schweizer Illustrierte: Welches ist Ihr Lieblingsspiel?
Denis Hollenstein: «Backgammon» Ich spiele es vor allem mit meiner Frau Isabel – bei ausgeglichener Bilanz. Bei Strategiespielen verliere ich meistens. Deshalb kann ich darauf verzichten.
Schweizer Illustrierte: Haben Sie schon einmal eine Therapie gemacht?
Hollenstein: Das kann man wohl sagen. Die vergangenen 18 Monate waren eigentlich eine permanente Therapie.
Schweizer Illustrierte: Was wären Sie als Kind gern geworden?
Hollenstein: Ich wollte immer Eishockeyspieler werden. Aber in der Schule kam das nicht gut an. Die Lehrer fragten: «Und welchen Beruf möchtest du lernen?»
Schweizer Illustrierte: Für wen haben Sie als Teenager geschwärmt?
Hollenstein: Das ist lange her. Vor allem für Sportler: Eishockeyspieler, Basketballer, Fussballer. In meinem Zimmer hing ein Poster des schwedischen Hockeystars Peter Forsberg.
Schweizer Illustrierte: Welches Ereignis hat Ihr Leben verändert?
Hollenstein: Die Geburt unserer Töchter Ella und Anni. Meine Frau Isabel und ich sind unglaublich stolz auf sie. Es gibt nichts Schöneres, als gesunde und so tolle Kinder zu haben.

Schweizer Illustrierte: Was haben Sie für einen Spitznamen?
Hollenstein: «De Holle». Seit ich Eishockey spiele, höre ich das. Mein Vater ist Fige, und ich bin Holle.
Schweizer Illustrierte: Wann haben Sie zuletzt geweint?
Hollenstein: Das war wohl im Dezember 2024, als ich mich das zweite Mal am Knie operieren lassen musste. Da ging es mir mental sehr schlecht. Ich befand mich an einem Punkt, an dem ich nicht wusste, wie es weitergeht.
Schweizer Illustrierte: Welche Eigenschaft hätten Sie lieber nicht?
Hollenstein: Eigentlich ist es eine «Nichteigenschaft» – dass ich nicht gut zuhören kann.
Schweizer Illustrierte: Welches Kompliment haben Sie kürzlich erhalten?
Hollenstein: Das war nach dem Kochen – etwas, das ich oft und gern mache. Frei nach dem Motto: einfach, aber gut.
Schweizer Illustrierte: Wofür geben Sie am meisten Geld aus?
Hollenstein: Für Renovationsarbeiten am Haus. Etwas zu tun gibt es fast immer.
Schweizer Illustrierte: Was darf in Ihrem Haushalt nicht fehlen?
Hollenstein: Der Staubsaugerroboter Herbert – und kaltes Bier im Kühlschrank.
Schweizer Illustrierte: Was denken andere über Sie, was vielleicht gar nicht stimmt?
Hollenstein: Dass ich arrogant und eingebildet bin. Das stimmt hinten und vorne nicht – aber vielleicht ist es das Klischee von Spitzensportlern.
Schweizer Illustrierte: Was lernen Sie gerade, was Sie noch nicht so gut können?
Hollenstein: Zuhören – hoffe ich (lacht).

Schweizer Illustrierte: Wären Sie lieber sympathischer oder intelligenter?
Hollenstein: Joker!
Schweizer Illustrierte: Wie möchten Sie sterben?
Hollenstein: Darüber habe ich mir nun wirklich noch nie Gedanken gemacht.
Schweizer Illustrierte: Mit wem würden Sie gern im Lift stecken bleiben?
Hollenstein: Am liebsten würde ich gar nicht stecken bleiben – aber wenn es unbedingt sein muss, mit meiner Frau.
Schweizer Illustrierte: Wofür sollte es Bussen geben?
Hollenstein: Fürs Langsamfahren auf der Überholspur der Autobahn.
Schweizer Illustrierte: Wie viel sind Sie wert – in Franken?
Hollenstein: Ein Mensch hat keinen Preis.
Schweizer Illustrierte: Was machen Sie als Letztes, bevor Sie ins Bett gehen?
Hollenstein: Zähne putzen und den Wecker stellen.
Schweizer Illustrierte: Welchen Tag möchten Sie noch einmal erleben?
Hollenstein: Die Hochzeit mit Isabel, die Geburt unserer Töchter und den ersten Meistertitel mit den ZSC Lions. Aber eigentlich bin ich ein Mensch, der nach vorne schaut und sich auf jeden neuen Tag freut.
Schweizer Illustrierte: Welche drei Gegenstände kommen mit auf eine einsame Insel?
Hollenstein: Vor allem meine liebsten Menschen: meine Frau und die Töchter. Und dann Wasser, Kompass und ein Satellitentelefon.
Schweizer Illustrierte: Womit belohnen Sie sich selbst?
Hollenstein: Ferien im Süden, um richtig abzuschalten und auf frische Gedanken zu kommen.
Schweizer Illustrierte: Was sollte auf Ihrem Grabstein stehen?
Hollenstein: Vermutlich mein Name.
Schweizer Illustrierte: Welches sind Ihre Lieblingshelden?
Hollenstein: Meine Eltern und mein Bruder.

Schweizer Illustrierte: Was mögen Sie gar nicht?
Hollenstein: Streit und Ungerechtigkeit.
Schweizer Illustrierte: Auf wen waren Sie zuletzt eifersüchtig?
Hollenstein: Ich bin nie eifersüchtig oder neidisch.
Schweizer Illustrierte: Wovon haben Sie zuletzt geträumt?
Hollenstein: Von meinen Hunden: vom deutschen Schäfer Walton und vom kleinen weissen Pudel Yara.





