Die «Talent Eltern» von Markus Graf: Katja und Rino Hischier

Die Eltern von Nico Hischier gelten für Markus Graf als Vorbild erfolgreicher Sportförderung. Im Buch «Talent Eltern» widmet er ihnen ein eigenes Kapitel.

Markus Graf widmet in seinem Buch «Talent Eltern» über erfolgreiche Familienförderung den Eltern von Nico Hischier ein Kapitel unter dem Leitgedanken «Learn from the best».
Den Eltern ist es gelungen, ihre drei Kinder mit Leidenschaft, Hingabe und Opferbereitschaft sportlich zu begleiten. Dabei geht es um weit mehr, als nur um Kinder in ihrer sportlichen Disziplin zu fördern.
Die Eltern sind das Zentrum einer gelebten Familienkultur, die auf Werten und respektvollen Gewohnheiten basiert. Nico ist heute weit mehr als ein gereifter Weltklassespieler, er ist eine Sportpersönlichkeit und ein Testimonial für viele junge Athleten.

Markus Graf: «Hischier» ist nicht nur der Familienname eines Ausnahmesportlers, sondern steht auch stellvertretend für die Definition von «Talent Eltern».
Mutter Katja zögerte, als ich ihr mit Andacht diesen Titel verleihen wollte, und wiegelte ab.
Katja Hischier: Alle diejenigen, die den Mut haben, engagierte Eltern zu sein, hätten ein solches Zertifikat verdient.
Graf: Da magst du recht haben und auch ihnen gehört die vollste Wertschätzung.
Wie Hischiers es geschafft haben, ihren drei Kindern (Luca ist Profi bei Genf-Servette HC, Nina spielt Volleyball) einerseits Halt zu geben im behüteten Familienkreis und sie trotzdem in ihrer Entwicklung zu unterstützen, ihren eigenen Weg zu finden, ist vorbildhaft für andere Eltern.
Heute wachsen Kinder in einer Flut von Reizen und Unterhaltungsangeboten auf. Die Ablenkungen und Verführungen sind vielschichtig. Die Dominanz des Handys nimmt Ausmasse an, die auch ein Sportlerleben prägen. Eltern tun gut daran, sich für eine bewusste Freizeitgestaltung ihrer Kinder zu engagieren.

Katja Hischier: «Wir versuchten grundsätzlich, das Thema ‹Hockey› zu Hause so wenig wie möglich zu thematisieren. Die Kinder wussten, dass sie ihre Wünsche, Freuden oder Frust mit uns jederzeit teilen durften. Wir wollten präsent sein und zuhören, aber sie auch in ihrem Streben nach Autonomie stärken. Wir lebten unseren Alltag so, dass der Sport nicht das Wichtigste im Leben war.»
Die Eltern versuchten, Nico Druck wegzunehmen. Nico hatte bereits früh in der Schule und im Klub gelernt, hohe Erwartungen – eigene und von aussen – auszuhalten und sich selbstkritisch in seinem Verhalten und seinen Leistungen zu beurteilen.
Sport hat er immer aus hohem eigenem Antrieb getrieben. Da brauchte es nicht Eltern, welche pushen, sondern Kinder beflügeln und begleiten.
Rino Hischier: «Nico war immer neugierig auf neue Bewegungen, mit oder ohne Ball und Puck. Er zeigte einen beispielhaften Lernwillen; sein Ego forderte ihn so lange heraus, bis er jede neue Aufgabe schaffte, ganz gleich, ob auf dem Eis oder in seinem Alltag.»





