Ex-Carolina-Hurricanes: Die Top-4-Legenden von Martin Gerber

Martin Gerber blickt in der Rubrik «Meine 4 Legenden» auf vier Persönlichkeiten zurück, die seine Karriere geprägt haben.

In der Rubrik «Meine 4 Legenden» spricht der frühere Goalie Martin Gerber (52), 2006 Stanley Cup-Sieger mit Carolina, über 4 Persönlichkeiten, die ihn in seiner Karriere geprägt haben.
François Allaire
Der Kanadier führte im Sommer jeweils in Verbier ein Camp durch und dort hatte ich im Prinzip das erste richtige Goalietraining. Er hat mit mir den Stil quasi von Grund auf aufgebaut und war sehr prägend.

Ich war bei meinem ersten Camp-Besuch etwa 19 Jahre alt und die nächsten 17 Jahre immer in diesem Camp dabei und wurde wohl auch deshalb gedraftet.
Allaire war dann in der NHL bei Anaheim mein erster Goalietrainer und hatte grossen Einfluss darauf, dass mir der Sprung nach Nordamerika gelungen ist.
Paul-André Cadieux
Er war der erste Trainer, der in Langnau auf mich gesetzt hat, nachdem ich mich zuvor zwischen der ersten Mannschaft und den Junioren bewegt hatte. Er hat mir dann das Vertrauen, Einsätze und Eiszeit gegeben.
Das ist die Grundvoraussetzung, was man dann aber daraus macht, liegt in der eigenen Verantwortung. Er war enorm Eishockey-begeistert, hat viel verlangt und probiert, das Beste aus einem Spieler herauszuholen.

Er war sehr charismatisch und hat das Eishockey gelebt wie kaum jemand sonst.
Bengt-Åke Gustafsson
Er war zuvor ein grosser Spieler, der viele Erfahrungen gesammelt hatte. Als er dann unser Trainer in Langnau war, habe ich mit ihm viel über Hockey und mögliche weitere Schritte diskutiert.
Von ihm habe ich auch viel über das Leben in Nordamerika und wie dort das Eishockey funktioniert, erfahren. Er hat mir gesagt: Wenn du mal ins Ausland willst, dann schauen wir – und dann nahm er mich mit zu Färjestad.

Er war zudem Assistent im Nationalteam, zusammen mit Ralph Krueger, der mir in der Nati das Vertrauen gab und ebenfalls eine wichtige Person in meiner Karriere war.
Peter Laviolette
Er war ein eindrücklicher Trainer. Chapeau, was er damals in Carolina aus der Mannschaft herausgeholt hat!
Ich war letztmals im vergangenen Dezember in Übersee, um das 20-jährige Jubiläum unseres Titelgewinns zu feiern und schon da spürte man den Drive und dass das Team sich auf einer Mission befindet, nachdem es in früheren Jahren jeweils knapp nicht für den Triumph gereicht hatte.

Es war für mich ein cooles Timing, dass ich nun das Team dort live sehen konnte.
Danach verfolgte ich am TV, wie das Team mit meinem früheren Teamkollegen Rod Brind’Amour als Headcoach diese Mission souverän zu Ende gebracht hat. Da kamen schon auch einige Erinnerungen hoch, es waren ein paar lustige Tage.





