Gottérons Meisterhelden

    Nicola Berger
    Nicola Berger

    Gottérons Assistenztrainer Lars Leuenberger stellt die 28 Meisterhelden vor.

    Fribourg-Gottéron
    Fribourg-Gottéron feiert den ersten Schweizer Meistertitel. - imago

    Der Assistenztrainer Lars Leuenberger hatte mit seinen taktischen Einfällen grossen Anteil am Titel Gottérons – es war sein Verdienst, dass die gefürchteten Rushes des HCD im Final nicht mehr funktionierten. Hier stellt er die 28 Meisterhelden vor.

    Assistenztrainer Lars Leuenberger
    Assistenztrainer Lars Leuenberger. - zVg

    3 Michael Kapla

    Das schwere Erbe von Ryan Gunderson

    «Caps» trat kein einfaches Erbe an – Ryan Gunderson hatte grosse Fussstapfen hinterlassen. Aber er ist ein ruhiger, harter, smarter Arbeiter, der mit seiner hohen Spielintelligenz kompensiert, dass es schnellere Spieler als ihn gibt. Sehr lernbegierig, ein Musterprofi.

    Michael Kapla
    Michael Kapla von Fribourg-Gottéron. - keystone

    20 Berra Reto

    Die fast unüberwindbare Mauer Gottérons

    Er war «The Wall», der Mann, der für uns die ganze Saison Siege nach Hause gebracht hat – schon während der Qualifikation. Er war unheimlich konstant, und man hat gemerkt, dass er sich auf einer Mission befand.

    Fribourg Gottéron
    Goalie Reto Berra. - keystone

    96 Glauser Andrea

    Gottérons zukünftiger Captain

    Auch nachdem ihn eine Knieverletzung ausbremste, war er der Leader dieser Mannschaft und jeden Morgen der erste in der Kabine, um im Kraftraum zu schuften und die Jungs zu unterstützen. Der zukünftige Captain dieses Teams.

    12 Nemeth Patrik

    Vom Sorgenkind zum Abwehrchef

    «Nemo» kämpfte erst mit Startschwierigkeiten und dann mit Verletzungspech. Aber je länger die Saison dauerte, desto besser wurde er. In den Playoffs unser magistraler Abwehrchef. Ein typischer NHL-Verteidiger, sehr belastbar und kräftig. Und er kann die Scheibe gekonnt abdecken.

    1 Galley Loïc

    Nicht mehr ganz auf dem Niveau von 2024/25

    Hat nicht ganz an die Leistungen aus dem Vorjahr anknüpfen können – vielleicht hat er sich etwas zu viel vorgenommen. Aber er ist ein talentierter, aufgestellter Goalie mit Potenzial. Nächste Saison wird er sich gegen Elijah Neuenschwander behaupten müssen.

    7 Jecker Benoît

    Die beste Plus/Minus-Bilanz der Playoffs

    Er ist nicht der spektakulärste Spieler der Welt, aber mit seiner ruhigen, besonnenen Art sehr wertvoll. Er hatte in den Playoffs die mit Abstand beste Plus/Minus-Bilanz: Plus-18, das sagt alles darüber aus, wie viel er uns gebracht hat.

    27 Rathgeb Yannick

    Franzén fand den Draht zu ihm

    Unser klar bester Offensivverteidiger. Er ist ein sensibler Spieler, der das Vertrauen spüren muss, um seine besten Leistungen abzurufen. Im Herbst 2024 war er teilweise noch überzählig, aber Rikard Franzén hat den Draht zu ihm gefunden.

    Yannick Rathgeb
    Yannick Rathgeb bei einem Spiel. - keystone

    76 Arola Juuso

    Ein Edeljoker aus Finnland

    Stiess kurz vor dem Transferschluss von Jukurit zu uns. Und war immer ready, wenn er gebraucht wurde. Harmoniert ausgezeichnet mit Jecker. Ein ruhiger Finne, so wie man sie kennt. Starkes Körperspiel und eine gute Übersicht.

    33 Johnson Ludvig

    Rohdiamant mit grosser Zukunft

    Er ist unglaublich talentiert und hat offensiv alle Skills der Welt. Mittelfristig kann er einer der besten Powerplay-Quarterbacks der Liga werden. In den Playoffs spielte er wenig, denn er muss physisch besser werden. Das ist in seinem Alter normal.

    5 Seiler Simon

    Die grosse Playoff-Entdeckung

    Die Entdeckung der zweiten Saisonhälfte. Nach dem Ausfall von Andrea Glauser hat er mehr Verantwortung übernommen und unglaublich stark gespielt – im Final etwa hat er Matej Stransky neutralisiert. Das erste Nati-Aufgebot war der Lohn für diese überragende Entwicklung.

    77 Streule Maximilian

    Der Hüter des Tomahawks

    Unser Oberfighter. Ein wilder Hund, der alles macht, um den Gegner zu stoppen und aus dem Konzept zu bringen. Er ist der Mann, der bei uns vor jedem Spiel das Kriegsbeil ausgräbt. Manchmal schwingt er das Tomahawk noch etwas zu hoch, will heissen: zu ungestüm.

    Fribourg Gottéron Maximilian Streule
    Maximilian Streule. - keystone

    61 Gerber Jeremi

    In den Playoffs zeigte er, was in ihm steckt

    In den Playoffs hat er gezeigt, was in ihm steckt. Schoss wichtige Tore und war allgemein ein Aktivposten. Er hat sich dafür belohnt, dass er nach der Olympiapause immer besser wurde. Im Team sehr beliebt, weil er immer für einen Streich zu haben ist.

    39 Reber Jamiro

    Ein Versprechen für die Zukunft

    Ein wahnsinnig guter Schlittschuhläufer, der etwas Zeit brauchte, bis er sich an das NLHockey gewöhnte. Ab dem Halbfinal dann sehr, sehr gut. Es gelang ihm immer wieder, Räume zu öffnen. Er wird uns noch viel Freude bereiten.

    22 Bertschy Christoph

    Der Kabinen-DJ und «Laser der Gegenwart»

    Der Kabinen-DJ ist als Ur-Freiburger eine wichtige Identifikationsfigur. Und für mich aufgrund seiner Tempofestigkeit und seiner Top-Physis der «Laser der Gegenwart». Er kann jede Linie tragen und war im Halbfinal überragend.

    Christoph Bertschy SLAPSHOT
    Christoph Bertschy. - keystone

    14 Ljunggren Daniel

    Ein Wikinger mit B-Lizenz

    Unser «Wikinger», der wie schon 2024/25 mit einer B-Lizenz von Thurgau zu uns stiess. Kam nur vier Mal zum Einsatz, weil unser Kader deutlich breiter war als letztes Jahr. Bei ihm weiss man, was man kriegt: Er ist ein solider, mannschaftsdienlicher Zwei-Weg-Center.

    73 Schmid Sandro

    Einer der komplettesten Spieler der Liga

    Ein wunderbarer Spieler, der den Anspruch hat, jeden Tag besser zu werden. Sehr lernwillig. Sein Ausfall hat uns geschmerzt, denn er ist einer der komplettesten Spieler der Liga. Auch verletzt fürs Team da. Die Zukunft Gottérons.

    17 Biasca Attilio

    Vielleicht Gerd Zenhäuserns bester Transfer

    Ein unglaublich wertvoller Zuzug, der Gerd Zenhäusern da gelungen ist. So viel Speed, Wissbegierigkeit und Kampfgeist. Manchmal muss man ihn fast stoppen, so motiviert ist er. Er wird in der Schweiz auf Jahre hinaus ein Top-Stürmer sein.

    97 Marchon Nathan

    The Unsung Hero

    Für mich der heimliche Star. Unser bester Forechecker. Wirft sich in jeden Schuss und ist im Boxplay überragend. Harmonierte hervorragend mit den beiden Schweden. Einen wie ihn kann jede Mannschaft brauchen.

    86 Sprunger Julien

    Das Gesicht von Gottéron – und von ganz Fribourg

    Vielleicht kann er jetzt als Regisseur zu Walt Disney wechseln, so wie er sein eigenes Happy End geschrieben hat. Für ihn war es «The Last Dance»; er hat einen Weg gefunden, den zu geniessen und mit 40 noch einmal abzuliefern. Das Gesicht des Kantons Fribourg.

    Julien Sprunger
    Julien Sprunger bestreitete sein letztes Spiel für Fribourg-Gottéron. - keystone

    21 Borgström Henrik

    Er macht jeden Mitspieler besser

    Gross und stark. Eine Augenweide, wie scheibensicher er ist. Das Timing stimmt fast immer, mit seinen Pässen und dem Verantwortungsbewusstsein macht er jeden Flügel besser. Hat dazu einen hervorragenden Schuss. Kein Wunder, war er mal ein Erstrundendraft.

    37 Nicolet Kevin

    Das Tempo als grosse Waffe

    Wir dürfen nicht vergessen, dass das seine erste vollständige NL-Saison war. Der Konkurrenzkampf unter den Stürmern ist gross, und er braucht noch Zeit. Aber er steigerte sich mit jedem Monat und ist mit seinem Speed eine Waffe.

    9 Sörensen Marcus

    Der Liga-Topskorer

    Der Mann, der offensiv den Unterschied ausmacht. Kämpfte mit Verletzungen, um Weihnachten waren die Adduktoren kaputt. In den Playoffs trugen ihn die Beine kaum mehr, und doch war er extrem wertvoll. Er und Wallmark sind für mich das beste Duo der Liga.

    SC Bern
    Fribourgs Marcus Sörensen. - keystone

    95 De la Rose Jacob

    Das Schlachtross des Drachen

    Das Schlachtross. Mit seiner Wasserverdrängung fast unverzichtbar für uns. Kein Stürmer hat in den Playoffs mehr Eiszeit erhalten als er. Defensiv extrem zuverlässig, im Boxplay eine Bank und generell mit seiner Physis und Erfahrung für uns eminent wichtig.

    88 Rattie Ty

    Sörensen konnte er nicht ersetzen

    Verstärkte uns ab Mitte Januar als Ersatz für Sörensen. Verfügt über einen überdurchschnittlichen Schuss und ist ein smarter Spieler, aber er hat sich bei uns nie so richtig zurechtgefunden und wurde in den Playoffs nur noch in zwei Spielen eingesetzt.

    32 Wallmark Lucas

    Das Hirn der Mannschaft verabschiedet sich in die Heimat

    Hatte keine einfache Saison. Während der Absenz von Sörensen hat man gemerkt, dass ihm sein Zwilling fehlt. War unser «Brain», und es ist eine unglaublich schöne Geschichte, dass ihm in der Belle zum Abschied der Gamewinner gelang.

    ZSC Lions
    Lucas Wallmark - keystone

    93 Dorthe Jan

    Mit etwas mehr Selbstbewusstsein wird der Durchbruch bald gelingen

    Hat so viel Speed und Spielwitz. Wenn er sich noch ein bisschen mehr zutraut und einen Tick frecher aufspielt, wird der Durchbruch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Hoffentlich hat ihm der Meistertitel zusätzliches Selbstvertrauen gegeben.

    42 Rau Kyle

    Eine Stimmungskanone, die meist auf der Tribüne sass

    Wurde im Hinblick auf den Spengler Cup als Ergänzung unter Vertrag genommen und blieb uns erhalten. Ein «Chrampfer» und lustiger Typ mit feinem Humor, der seine Rolle klaglos akzeptierte und der immer parat war, wenn wir ihn brauchten.

    23 Walser Samuel

    Ein unterschätzter Trainerliebling

    Eine unglaublich wichtige Figur. Ein stiller Arbeiter, der seine Linie immer tragen kann. Funktionierte die ganzen Playoffs über prächtig mit Sprunger und hat uns im PK sehr gutgetan. Ein sehr kompletter, unterschätzter Spieler.

    Walser
    Samuel Walser. - keystone

    Nur in der Qualifikation eingesetzt wurden: Elijah Neuenschwander (Goalie), Yannik Boppart, Arthur Dandois (beide Stürmer), Martin Grangier, Nic Wülser (beide Verteidiger). In der Qualifikation und den Playoffs eingesetzt wurde: Julien Rod (Stürmer), ohne Bewertung.

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    *Die erste Zahl bezieht sich jeweils auf die Qualifikation, die zweite auf die Playoffs. Julien Sprunger hat also in 51 Quali-Spielen 11 Tore und 15 Assists und in 18 Playoff-Spielen 3 Tore und 3 Assists gebucht. Bei den Goalies sind die Gegentorschnitte und Fangquoten der Qualifikation und der Playoffs aufgeführt. Unter den Feldspielern wurden nur diejenigen berücksichtigt, die in den Playoffs eingesetzt wurden.

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