Sag mal … «Hallo Tomas» – «Hej Tomas»

Der Schwede Tomas Mitell, Headcoach beim HC Lugano, spricht über sein Heimatland und verrät, auf welche Person er besonders stolz ist.

Headcoach Tomas Mitell vom HC Lugano spricht mit SLAPSHOT über sein Heimatland Schweden, was man alles in Stockholm machen muss und auf welche Person er besonders stolz ist.
SLAPSHOT: Was zeichnet deine Heimatstadt aus?
Tomas Mitell: Mariestad ist besonders im Sommer bei gutem Wetter sehenswert. Es hat einen See und coole Restaurants und auch eine schöne Anzahl Touristen.
Im Winter ist es typisch schwedisch und sehr oft kalt und dunkel. Wenn man aber Eishockey spielen will, ist das sehr gut.

SLAPSHOT: Auf welche Person aus Mariestad bist du besonders stolz?
Mitell: Neben meiner Familie sind dies meine ersten Eishockeytrainer. Ich könnte keinen einzelnen herausheben, aber ich habe von allen versucht, die guten Sachen mitzunehmen – und das Schlechtere nicht. So haben sie mich ein Stück weit zu jenem Coach gemacht, der ich heute bin.
SLAPSHOT: Wer ist für dich Schwedens berühmtester Sportler?
Mitell: Enorm schwierig! Ingemar Stenmark, Björn Borg oder Jan-Ove Waldner sind drei Kandidaten. Da wir bei einem Eishockey-Magazin sind, sage ich Nicklas Lidström. Er gewann unter anderem vier Stanley Cup und sieben Norris-Trophäen für den besten NHL-Verteidiger.
SLAPSHOT: Wer ist Schwedens beeindruckendste Person?
Mitell: Grosse Verdienste haben für mich Politiker, die den schwedischen Staat weiterentwickelt haben. Vor allem der zweimalige Ministerpräsident Olof Palme hat enorm viel für unser Land gemacht, bevor er Mitte der 1980er-Jahre auf offener Strasse erschossen wurde.

SLAPSHOT: Hast du einen Lieblingsort in Schweden?
Mitell: Wenn das Wetter im Sommer gut ist, gefällt es mir an der Westküste sehr gut. Gerade das Gebiet ausserhalb von Göteborg hat viel zu bieten.
Ab März und April werden die Tage wieder länger. So verwöhnt wie in Lugano ist man in Schweden mit der Sonne nicht.
SLAPSHOT: Was muss man in der Hauptstadt Stockholm gemacht haben?
Mitell: Ein Besuch der Altstadt mit ihren engen Gassen, bunten Häusern und kleinen Cafés gehört in jedem Fall zum Pflichtprogramm. Auch das königliche Schloss ist eine beeindruckende Sehenswürdigkeit. In Stockholm kann man als Tourist problemlos einige Tage verweilen.

SLAPSHOT: Hast du ein Lieblingslied oder eine Lieblingsband aus Schweden?
Mitell: Nein, das habe ich nicht. Schweden hat zwar viele herausragende Sänger und Bands – die bekannteste weltweit ist natürlich ohne Zweifel ABBA. Ich kann mich selber aber nicht wirklich als grossen Musikfan bezeichnen und muss deshalb diese Frage verneinen.
SLAPSHOT: Vermisst du in der Schweiz etwas aus Schweden?
Mitell: Einige Familienmitglieder. Dass dies so sein würde, wussten wir aber schon, bevor wir hierherkamen. Ansonsten gibt es viele Gemeinsamkeiten: Beides sind kleine Staaten mit hoher Lebensqualität, die Leute sind nett und wir haben das Privileg, dass es sicher ist.
SLAPSHOT: Was ist dein schwedisches Lieblingsessen?
Mitell: Die schwedische Küche mag ich sehr gerne und etwas vermisse ich auch ein wenig hier: Leberpastete. Diesen typischen Brotaufstrich verteile ich gerne auf Sandwiches und es schmeckt hervorragend, aber nicht nach Leber. Und roten Kaviar mag ich auch sehr.






