Bichsel: «Heim-WM? Interessiert mich gar nicht»

Der verbannte Lian Bichsel interessiert sich nicht für die Heim-WM, er legt den Fokus auf die NHL-Playoffs. In Zukunft würde er aber gerne für die Nati spielen.

Das Wichtigste in Kürze
- Lian Bichsel steht mit den Dallas Stars vor den NHL-Playoffs.
- Der Schweizer will seinen Fokus darauf legen, die Heim-WM interessiert ihn nicht.
- In der Zukunft will der Verteidiger aber gerne in der Nati auflaufen.
Wegen fehlendem Engagement wurde Lian Bichsel aus der Nationalmannschaft verbannt. Die Teilnahme an der Heim-WM Mitte Mai ist für den Schweizer Verteidiger deshalb ausgeschlossen.
Von «SRF» wird er im Interview auf das Turnier in Zürich und Fribourg angesprochen. «Im Moment interessiert mich das gar nicht», sagt er. Denn er lege seinen Fokus komplett auf seine Dallas Stars, die vor den Playoffs stehen.
«Der Stanley Cup ist der am schwierigsten zu gewinnende Titel», sagt der Verteidiger. «Dazu brauche ich den vollen Fokus auf den richtigen Sachen.» Doch aktuell durchlaufen die Texaner eine Schwächephase.
«Es ist nicht einfach, wenn du bereits qualifiziert bist», erklärt Bichsel. Denn die Genger kämpften immer noch um den Einzug in die Playoffs. Doch man müsse fokussiert bleiben, um dann bereit zu sein, wenn es losgehe.
Trotz der Baisse werden die Stars zum Favoritenkreis gezählt. Man habe sich in den letzten drei bis vier Jahren als Topteam etablieren können, sagt Bichsel.

Er selbst hat seinen Platz im dritten Verteidigerpaar gefunden. Seine Aufgaben: mit seinen zwei Metern Physis reinbringen, den Puck auch mal nach vorne tragen und etwas kreieren, «Chaos stiften».
Sein Vertrag läuft noch ein Jahr. Was danach kommt, «das werden wir sehen, wie es kommt». Er lobt die Stars, die Organisation habe ihm das Vertrauen gegeben. «Hoffentlich kann ich die Zukunft in Dallas verbringen.»
Und möglicherweise wird er in Zukunft auch für die Schweizer Nationalmannschaft auflaufen. Nach der Heim-WM endet die Verbannung aufgrund der abgelehnten Aufgebote für die U20-Auswahl. «Auf jeden Fall würde ich gerne für die Nationalmannschaft spielen», sagt Bichsel. «Ich bin schon immer ein stolzer Schweizer gewesen, das wäre etwas sehr Schönes.»









