Patrick Fischer entlassen: Jetzt gehen Hockey-Fans auf SRF los

Patrick Fischer verliert vor der Heim-WM seinen Job als Nati-Coach. In den sozialen Medien gehen Fans nun auf das SRF los.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Eishockeyverband trennt sich infolge des Covid-Schwindels von Patrick Fischer.
- Fans reagieren teilweise empört und kritisieren das SRF für seine Arbeit.
- Für andere wiederum ist klar: Die Entlassung ist der richtige Entscheid.
Einen Monat vor der Heim-WM verliert Patrick Fischer seinen Job als Trainer der Eishockey-Nati. Der öffentliche Druck drängt den Verband dazu, sich vom erfolgreichsten Nati-Coach der Geschichte zu trennen.
Vor rund einem Monat erzählte Fischer einem SRF-Journalisten während Dreharbeiten von seinem gefälschten Covid-Zertifikat. Bei einem Mittagessen – und ungefragt.
Das Schweizer Radio und Fernsehen ging der Sache in der Folge nach und konfrontierte den Nati-Trainer mit dem Strafbefehl. Patrick Fischer ging mit der Angelegenheit daraufhin selbst an die Öffentlichkeit. Zwei Tage später trennt sich der Eishockeyverband von ihm.

Dem 50-Jährigen, der die Nati dreimal zu WM-Silber führte, bleibt der schöne Abschluss mit der Heim-WM im Mai verwehrt.
Ein No-Go, finden zahlreiche Instagram-User.
Ärger für SRF
Doch nicht nur die Entscheidungsträger beim Verband werden kritisiert. Für seine Recherchen kriegt auch das SRF Wut und Ärger ab, wie unter einem SRF-Post auf Instagram zu sehen ist:
«Herzlichen Dank SRF – hat das wirklich zu diesem Zeitpunkt sein müssen? Echt jetzt?»
«Bravo SRF, seid ihr jetzt stolz auf euch?»
«Das Verhalten und Handeln von SRF ist sehr enttäuschend. Gerade in solchen Situationen braucht es Fingerspitzengefühl, geht gar nicht, Sorry.»
«SRF schämt euch für diese Aktion!»

Rückendeckung für Patrick Fischer
Insgesamt finden sich viele Stimmen, die Fischer zur Seite stehen. Die Entlassung ist für sie ein klarer Fehlentscheid.
«Spinnt ihr? Wegen des Mediendrucks wie immer, oder was?», fragt sich ein Nutzer unter dem SRF-Post zu Fischers Karriere als Nati-Trainer.
«Wegen eines Zertifikats vor fünf Jahren, wofür er bereits eine Busse bezahlt hat! Seid ihr jetzt eigentlich von allen guten Geistern verlassen? Und das einen Monat vor der Heim-WM!», zeigt sich ein anderer empört.
«Die Heim-WM wird jetzt viel weniger Freude machen. Danke für gar nichts», schreibt ein User.
«Die Entlassung von Nati-Trainer Fischer ist total übertrieben! Absolut unverständlich», findet auch FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen. «Er hat eine saftige Busse erhalten. Das hätte gereicht.»
Entlassung «die einzige logische Konsequenz»
Einseitig ist die Kommentarspalte aber keineswegs. Einige Eishockey-Fans stehen voll und ganz hinter dem Aus von Patrick Fischer.
«Die einzige logische Konsequenz», schreibt ein Fan des Trainers. «Jeder macht einmal einen Fehler, aber muss mit den Konsequenzen daraus leben können.»
Für einen anderen Instagram-User ist klar: «In jeder Firma wird man bei Urkundenfälschung sofort fristlos entlassen. Einzig richtige Entscheidung. Er ist eine öffentliche Person mit Vorbildfunktion. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Das hat nichts mit Corona zu tun ...»
Die Eishockey-Nati testet im Rahmen der Vorbereitung auf die Heim-WM in einem Monat heute in der Slowakei. Das Testspiel beginnt um 16.30 Uhr.















