Vier treue Seelen feiern ein Jubiläum

Vier treue Seelen im Rampenlicht: Mottet, Scherwey, Geering und Fazzini feiern persönliche Meilensteine und stehen für Loyalität im Schweizer Eishockey.

Ende Oktober durfte Killian Mottet (34) doppelt jubeln. Er gewann mit dem HC Ajoie gegen die SCL Tigers 2:1 – und feierte gleichzeitig sein 700. Spiel in der National League.

Der Wermutstropfen oder Schönheitsfehler war, dass er dabei nicht das Trikot von seinem Stammklub Gottéron trug, für den er seit 2013 stürmte. Immerhin ist das Leihgeschäft auf eine Saison begrenzt, so dass er in einem Jahr vielleicht wieder für die Freiburger seine Tore und Assists erzielen wird.
Luca Fazzini ist ein Lugano-Urgestein im wahrsten und besten Sinn des Wortes. Er spielte bei den Tessinern im Nachwuchs und arbeitete sich bis in die erste Mannschaft hoch. Mittlerweile ist er 30 Jahre alt und weiterhin eine tragende Säule im Team.

Kürzlich bestritt er sein 700. Spiel in der National League – besonders daran ist, dass er dabei immer im Trikot des HC Lugano stürmte. Es ist eine bemerkenswerte Klubtreue in einer allgemein schnelllebigen Zeit.
Am 15. November hatte auch SCB-Stürmer Tristan Scherwey in einer nicht immer einfachen Saison Grund zum Feiern. Der 34-Jährige bestritt mit den Bernern im Derby gegen die SCL Tigers sein 900. National League-Spiel und konnte sich über einen 4:3-Sieg nach Verlängerung freuen.

Diese 900 Spiele, die er alle für die Mutzen machte, stehen sinnbildlich für Leidenschaft, Einsatz und Treue. «Trischä, du hast unseren Bär 900x mit Stolz getragen und wir tragen deinen Namen mit Stolz in unserem Herzen», ehrte der SCB seinen fünffachen Meister, Vorkämpfer und Checker in den sozialen Medien.
«Danke für jeden Check. Danke für jede Minute. Danke für all die Emotionen. Auf dich, auf unsere Nummer 10, auf 900 Spiele SCB-Geschichte.» Ehre, wem Ehre gebührt, kann man da nur sagen.
Patrick Geering (35) hat Ende November bereits die 1000-Spiele-Marke geknackt. Auch er steht für Vereinstreue, Charakter und konstante Spitzenleistung.

Seit der Saison 2008/09 spielt er bei den ZSC Lions im Fanionteam, seit 2017 ist er Captain – und ein Ur-Zürcher, ein Bub aus Schwamendingen, der zum Aushängeschild der Lions wurde. «Gera» ist «einä vo öis», wie die Zürcher schrieben.

Ein Spieler, der nicht nur Spiele gewinnt, sondern Herzen. Einer, der sich nicht in den Vordergrund drängt – und gerade deshalb ganz vorne steht.





