EHC Thun ringt Dübendorf in der Overtime nieder

Jan Siegrist
Jan Siegrist

Die Vorfreude war gross: Der EHC Thun startete am Samstag mit einem Heimspiel in den Playoff-Viertelfinal gegen Dübendorf.

EHC Thun
Der EHC Thun und der EHC Dübendorf liefern sich ein hartes Duell in Spiel eins. - zvg

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor über 700 Fans im Grabengut liefern sich Thun und Dübendorf einen packenden Kampf.
  • Die ersten drei Drittel enden allesamt 1:1-Unentschieden.
  • In der Verlängerung reüssiert der EHC Thun bereits nach 47 Sekunden.

Dank der direkten Playoff-Qualifikation hatte der EHC Thun zwei Wochen Zeit, um sich auf die Playoffs vorzubereiten. Das gleiche galt für den EHC Dübendorf, der für Spiel eins nach Thun reisen musste.

Bei den Thunern kehrte Captain Jeremy Minder ins Line-up zurück. Ansonsten hatte Headcoach Steiner wenig Grund zu Umstellungen. Das Tor hütete Gian Graf, der statistisch beste Torhüter der Regular Season.

Wer setzt sich im Viertelfinal durch?

Gauch trifft in Unterzahl

Die Thuner erwischen vor 731 Zuschauern den besseren Start. Nach drei Spielminuten verzeichnet Flügelstürmer Silvan Jaggi die erste gute Torchance.

Zu Drittelsmitte erobert Dominik Gyger im Forechecking die Scheibe und bedient Janik Wyss. Der mitgelaufene Verteidiger scheitert an Dübendorf-Torhüter Messerli.

Wenig später nimmt Thuns Gugelmann in der Kühlbox Platz. Das Powerplay der Gäste funktioniert allerdings nicht wie gewünscht. Im Gegenteil: Luca Gauch entwischt und trifft zur Führung für den EHC Thun.

EHC Thun
Luca Gauch (Mitte) bringt den EHC Thun in Front. (Archivbild) - zvg

Den Shorthander lassen die Dübendorfer nicht auf sich sitzen. Eine Zeigerumdrehung später erspielen sich die Gäste sehenswert den Ausgleich. Jari Allevi braucht am Ende nur noch einzuschieben.

Zehn Sekunden nach dem Ausgleich haben die Zürcher Glück. Michael Bärtschi trifft mit seinem Abschluss nur den Pfosten. Bärtschi ist danach gleich doppelt im Pech. Der Thuner Stürmer scheidet kurze Zeit später verletzt aus.

Schaerz gleicht für den EHC Thun aus

Mit dem 1:1-Zwischenstand geht es ins Mitteldrittel. In diesem gehört die erste Szene dem EHC Dübendorf. Einen Allevi-Schuss muss Thun-Torhüter Graf abprallen lassen. Kammermann ist als erster zur Stelle und netzt Backhand ein.

Die Zürcher liegen nun erstmals in Führung. Im Anschluss erspielt sich der EHCD im Powerplay gute Chancen. Mazzaro vergibt die beste Gelegenheit.

EHC Thun
Der EHC Thun und der EHC Dübendorf schenken sich nichts. (Archivbild) - zvg

Das rächt sich nur eine Minute später. Thuns Häsler behauptet die Scheibe in der Offensivzone. Schaerz fasst sich ein Herz und sucht den direkten Weg zum Tor. Messerlis Rebound wird zur perfekten Vorlage, Schaerz netzt ein zum 2:2.

Als nach 40 Spielminuten die Pausensirene ertönt, folgt der Aufreger des Tages. Thun-Topscorer Gyger wird mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe wegen eines Crosschecks belegt und muss unter die Dusche. In einem bis dahin sehr fairen Playoff-Spiel ein strenger Entscheid.

Ganz packt den Hammer aus

Die fünfminütige Unterzahl zu Beginn des Schlussdrittels übersteht der EHC Thun lange erfolgreich. Die ersten zweieinhalb Minuten sieht das Powerplay der Zürcher überhaupt kein Land, bis Fabian Ganz den Hammer auspackt.

Der Routinier mit langjähriger Profi-Erfahrung drischt die Scheibe via Latte an Graf vorbei ins Netz. Ein absolutes Traumtor! Der EHC Dübendorf liegt erneut in Führung.

EHC Thun
Das Grabengut ist zum Playoff-Auftakt des EHC Thun beinahe ausverkauft. (Symbolbild) - zvg

Der EHC Thun reagiert seinerseits im Powerplay. Nach einem Inniger-Schuss arbeiten Schaerz und Rossel die Scheibe an Messerli vorbei ins Tor. Torschütze ist Geburtstagskind Pascal Rossel.

Der Ausgleich gibt den Berner Oberländern Auftrieb. Gegen Ende des Spiels scheinen die Thuner näher am Sieg als die Gäste. Der Siegtreffer lässt aber auf sich warten, die Auftaktpartie geht in die Verlängerung.

Favre schiesst die Berner Oberländer ins Glück

Die Zusatzschicht dauert allerdings nur kurz: Nach nur 47 Sekunden liegt die Scheibe hinter Messerli im Netz.

Nach einem schnellen Gegenstoss bedient Robin Dey den aufgerückten Nathan Favre. Eiskalt sucht sich der Verteidiger die Lücke bei Messerli aus und schiesst den EHC Thun ins Glück.

Die über 700 Zuschauer bejubeln den Thuner Auftaktsieg frenetisch. Der Sieg geht alles in allem in Ordnung, verzeichneten die Oberländer doch klar mehr Offensivszenen.

Der EHC Dübendorf konnte seine Qualitäten aber mehr als nur andeuten. Die Serie ist nun lanciert und dürfte hochattraktiv werden. Spannung pur ist in diesem Duell garantiert!

Spiel zwei steigt am Dienstag in Dübendorf. Bereits am Donnerstag folgt für den EHC Thun das nächste Heimspiel. Um 20 Uhr geht es los mit Spiel drei gegen den EHC Dübendorf.

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Die Partner des EHC Thun. - zvg

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