EHC Thun

    EHC Thun wird in Wetzikon nicht belohnt

    Jan Siegrist
    Jan Siegrist

    Nach dem ersten Saisonsieg am Mittwoch wollte der EHC Thun in Wetzikon nachdoppeln.

    EHC Thun
    Der EHC Thun reiste am Samstag zum EHC Wetzikon. (Symbolbild) - Nando Bass

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der EHC Thun zeigt ein starkes Startdrittel und müsste eigentlich bereits führen.
    • Das Tor fällt erst im Mitteldrittel und wird vom EHCW ausgeglichen.
    • Die Entscheidung fällt fünf Minuten vor Schluss.

    Kein Bedarf zu Veränderungen: Thun-Headcoach Zehnder schickte am Samstag in Wetzikon ein fast unverändertes Line-up aufs Eis. Einzig auf der Goalieposition rotierte Zehnder. Gegen den EHC Wetzikon wollten die Thuner den zweiten Saisonsieg.

    Dies sollte keine einfache Aufgabe werden. Die Zürcher gelten als Transfersieger des vergangenen Sommers. Vom EHC Arosa kam ein ganzes Quartett aus der Swiss League: Gregory Bedolla, Lukas Rubin, Linus Haller und Denis Szczepaniec.

    Auch Greg Halberstadt (Chur) und Raphael Marti (Winterthur) spielten letztes Jahr noch eine Liga höher. Zudem kamen mit Andreas Tschudi (Huttwil) und Mika Burkhalter (Seewen) zwei der besten Spieler der MyHockey League.

    Reichlich Qualität hatten die Zürcher also eingekauft. In den ersten beiden Spielen fruchtete diese Strategie noch nicht. Zum Auftakt unterlag Wetzikon in Langenthal und am vergangenen Mittwoch gegen Meister Seewen.

    EHC Thun mit gutem Beginn

    Am Samstag gegen den EHC Thun stand der EHCW also schon ein wenig unter Druck. Bereits in der ersten Minute des Spiels ist Feuer drin. Wetzikons Halberstadt und Thuns Beusch (in seinem 101. Spiel für den EHC Thun) geraten schon in der ersten Szene aneinander.

    Die erste gute Chance haben nach fünf Minuten die Gäste. Nach einem gewonnenen Bully feuert Inniger aufs Tor und Fiebiger könnte beinahe den Abpraller verwerten.

    EHC Thun
    Der EHC Thun hat im Startdrittel deutlich mehr vom Spiel. (Symbolbild) - Nando Bass

    In der Folge übernehmen die Thuner die Spielkontrolle und kommen zu einer ersten Überzahl. Das Powerplay läuft gut, Pascal Rossel kommt zu zwei Topchancen, bleibt aber ohne Torerfolg.

    Die Berner Oberländer bleiben am Drücker. Im zweiten Powerplay hat Philip Schaerz die Führung auf der Schaufel. Tim Meier im Wetzikon-Tor hält seinen Kasten aber rein.

    Die Hausherren tauchen erst wenige Sekunden vor der Pause gefährlich vor Stephan Küenzi auf. Der vergessen gegangene Haller scheitert im Slot am Thuner Torhüter. Trotz 16 zu 4 Torschüssen zugunsten der Thuner geht es torlos zum Pausentee.

    Wetzikon taut auf, Thun trifft

    Nach Wiederbeginn tauen die Zürcher dann auf. In den ersten Minuten des zweiten Drittels kommen beide Teams zu einigen aussichtsreichen Abschlüssen.

    Nach 26 Minuten erobert Thuns Silvan Jaggi energisch die Scheibe und schickt Gugelmann auf die Reise. Dieser legt quer für Sauthier, der an Haller scheitert. Der Abpraller landet bei Jonas Lüthi, der zum verdienten 0:1 einschiebt.

    Der 20-Jährige eigene Nachwuchsspieler feierte erst unter der Woche sein Debüt für das Fanionteam des EHC Thun. Im zweiten Spiel trifft er sogleich.

    Unmittelbar nach Spielmitte hat Fiebiger das zweite Tor auf der Schaufel. Auf der anderen Seite müsste Halberstadt den Ausgleich erzielen. Danach scheitert auch Haller an Küenzi.

    Als wenig später auch noch Hochheuser den Ausgleich verpasst, scheinen die Thuner die Führung in die Pause retten zu können. Doch Mika Burkhalter hat andere Pläne und bezwingt Küenzi nach einem schnellen Gegenstoss zwischen den Beinen.

    Vieli schiesst Wetzikon ins Glück

    Zu Beginn des letzten Drittels haben wieder die Gäste etwas mehr vom Spiel, sind aber zu wenig zwingend. Nach 50 Minuten scheppert es dann an Küenzis Gehäuse. Greg Halberstadt trifft im Powerplay nur den Pfosten.

    Die Partie bleibt ausgeglichen, bis fünf Minuten vor Schluss mit etwas Pech ein Loch in der Thuner Defensive entsteht. Vieli sticht genau da rein und kann allein auf Küenzi losziehen. Vieli trifft und bringt den EHC Wetzikon erstmals in Führung.

    Die Thuner müssen nun alles auf eine Karte setzen: Küenzi geht dreieinhalb Minuten vor dem Ende raus und wird durch einen sechsten Feldspieler ersetzt.

    EHC Thun
    Der EHC Thun setzt am Ende alles auf eine Karte. (Symbolbild) - Nando Bass

    Die Berner Oberländer versuchen alles, können aber nicht den benötigten Druck auf das Wetziker Tor aufbauen. So bleiben die drei Punkte am Ende im Kanton Zürich.

    Für die Thuner wären durchaus Punkte drin gelegen. Dafür hätte man aber im ersten Drittel mehr aus der spielerischen Überlegenheit machen müssen.

    Der EHC Thun bestreitet kommende Woche zwei weitere Auswärtsspiele. Am Mittwoch geht es nach Seewen, am Samstag nach Winterthur. Danach dürfen die Thuner am 7. Oktober endlich ihr erstes Heimspiel im Grabengut bestreiten.

    EHC Thun
    Die Partner des EHC Thun. - zvg

    Kommentare

    Weiterlesen

    EHC Thun
    In Wichtrach
    EHC Thun
    2 Interaktionen
    Saisonstart
    EHC Thun
    5 Interaktionen
    EHC Thun
    SCL Tigers Fribourg-Gottéron
    3:4 in der Overtime
    ZSC Lions EHC Kloten
    Drama-Sieg für Lakers
    HC Davos
    Ende der Pleitenserie