Eishockey-WM: Hätte Nati besser gegen Finnen verloren?

Andrea Schüpbach
Andrea Schüpbach

Die Schweiz krallt sich an der Heim-WM den Gruppensieg. Der Lohn: Jetzt wartet im Viertelfinal Angstgegner Schweden. Spieler und Coach geben sich selbstbewusst.

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Die Schweiz darf dank Ken Jägers Doppelpack gegen die Finnen jubeln. Wirklich? - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweiz bezwingt Finnland und muss im Viertelfinal gegen Schweden ran.
  • Gegen die «Tre Kronor» sieht die Bilanz miserabel aus.
  • Die Spieler geben sich dennoch optimistisch. Zurecht, nach dieser grandiosen Gruppenphase!

Sieben Spiele, sieben Siege! Die Schweiz schlägt auch die Finnen (4:2) und schliesst eine sackstarke Vorrunde als Gruppensieger ab.

Als Erster «darf» die Schweiz im Viertelfinal nun gegen den Vierten der Gruppe B antreten. Doch ist das dieses Jahr wirklich ein Vorteil? Dort ist nämlich niemand Geringeres als der elffache Weltmeister Schweden klassiert!

Für die Schweiz bedeutet das: Duell gegen den absoluten Angstgegner.

Übersteht die Schweiz die Hürde Schweden?

Die bittersten Schweden-Pillen

Die «Tre Kronor» versetzte die Hockey-Schweiz 2018 und 2013 mit WM-Final-Siegen in ein Tränen-Meer und verhinderte erstmalige Gold-Triumphe.

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Filip Forsberg verwandelt an der WM 2018 den entscheidenden Penalty gegen Leonardo Genoni. - keystone

2017 scheiterte die Schweiz an der WM in Paris im Viertelfinal an den Skandinaviern. Auch ein Blick noch weiter zurück bringt kein positiveres Bild an Grossanlässen.

In Erinnerung bleibt etwa das Jahr 2006, die Olympischen Spiele. Als klar war, dass die Schweiz in ihrer Gruppe Rang zwei erreichte, half der Turnier-Favorit etwas nach. Schweden verliert das letzte Gruppenspiel gegen die Slowakei absichtlich 0:3, wird Gruppen-Dritter.

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Gleich mit 2:6 geht die Schweiz an Olympia 2006 unter. Dass es überhaupt zum Duell gegen Schweden kam, sorgt für Diskussionen. - keystone

So kommt es im Viertelfinal zum Duell mit der Schweiz. Schweden siegt locker mit 6:2 und geht Russland und Kanada auf dem Weg in den Final aus dem Weg. Schweden wird später Olympia-Sieger.

Nur vier Siege aus letzten 30 Duellen, aber...

Die Statistik spricht eine klare Sprache: 26 Pleiten aus den letzten 30 Duellen für die Schweiz gegen Schweden.

Doch nach der besten Vorrunde in der Geschichte des Schweizer Eishockeys muss die Nati vor niemandem Angst haben. Auch nicht vor Angstgegner Schweden.

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Timo Meier ist mit drei Toren und acht Assists der zweitbeste Skorer der Schweiz. Nur Turnier-Topskorer Sven Andrighetto (vier Tore, neun Assists) hat vom Schweizer Team noch mehr. - keystone

Hinzu kommt: Wäre es tatsächlich einfacher gewesen, gegen die Tschechen (treffen nun auf Finnland) zu spielen? In der Gruppenphase bezwang der Weltmeister von 2024 die Schweden mit 4:3...

So oder so: Die Schweizer Brust könnte breiter kaum sein. Erstmals erreichte man – ausgerechnet an der Heim-WM – die Maximal-Punktzahl in einer Vorrunde.

Schweden? «Tipptopp, nehmen wir»

«Ich weiss nicht einmal, wer jetzt kommt», sagt Nico Hischier im SRF-Interview als erste Reaktion. «Wir müssen uns vor niemandem verstecken.»

Als der Reporter dann aufklärt, dass der Viertelfinal-Gegner Schweden heisst, sagt Hischier: «Tipptopp, nehmen wir.»

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Nati-Trainer Jan Cadieux ist vor den Schweden gewarnt. - SRF

Trainer Jan Cadieux denkt schon weiter. «Wir haben höhere Ziele. Um diese Ziele zu erreichen, musst du jeden Gegner schlagen. Es wird ein Top-Spiel für die Fans und ein guter Test für uns.»

Kommentare

User #2330 (nicht angemeldet)

Da gibt es keine Ausreden. Gegen Schweden muss die Nati jetzt einfach durch. Hehehe. LOL.

User #2875 (nicht angemeldet)

Schmitz spielt für Schweden

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