Hier log Patrick Fischer 2021 die ganze Schweiz an

Das Fälschungs-Geständnis von Hockey-Nati-Coach Patrick Fischer schockt die Schweizer Hockey-Welt. Und: 2021 log er der ganzen Schweiz ins Gesicht.

Das Wichtigste in Kürze
- Patrick Fischer gesteht: Er fälschte für die Olympischen Spiele 2022 eine Corona-Impfung.
- Ungeimpft und mit gefälschtem Zertifikat reiste der heute 50-Jährige nach Peking.
- In einem grossen Interview belog Fischer damals die ganze Schweiz.
Am Montagabend, fast genau einen Monat vor dem Beginn der Eishockey-WM in der Schweiz, platzt die Bombe: Nationaltrainer Patrick Fischer gesteht, 2022 ein Corona-Impfzertifikat gefälscht zu haben. Damit reiste er an die Olympischen Spiele nach Peking.
Er habe sich damals in einer «aussergewöhnlichen persönlichen Notlage» befunden, so der erklärte Impfgegner. Er habe seine Mannschaft nicht im Stich lassen wollen – wollte sich aber auch nicht impfen lassen.
Also fälschte Fischer das Impf-Zertifikat, reiste unter falschen Angaben nach China. Dort scheiterte die Schweizer Hockey-Nati bei Olympia 2022 im Viertelfinal an Finnland.
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Mehr als vier Jahre später nun das Geständnis – auch für den Schweizer Hockey-Verband und Swiss OIympic eine Überraschung. Die Swiss Ice Hockey Federation stärkt dem scheidenden Nati-Trainer den Rücken. Man schätze die Offenheit, so der Verband.
Patrick Fischer log die ganze Schweiz an
Ein Blick ins Archiv deckt auf: Im November 2021 log Patrick Fischer der Schweizer Öffentlichkeit und der Olympischen Gemeinschaft ins Gesicht. In einem ausführlichen Interview mit dem Tagesanzeiger erklärte er seine Impf-Bereitschaft.

«Ich werde am 12. Dezember vollständig geimpft worden sein», versprach Fischer damals vollmundig. «Ich dachte, ich würde bei Corona vielleicht mit Testen durchkommen. Aber das geht nun nicht, also impfe ich.»
Fischer äusserte sich damals auch als erklärter Impfgegner. «Ich impfe sonst nicht. Ich mache auch keine Grippeimpfung, meine Kinder sind nicht geimpft. Seit ich 18 war und mich bewusst entscheiden konnte, habe ich keine Impfung mehr gemacht.»

Der heute 50-Jährige forderte damals auch, «man sollte tolerant sein auf beide Seiten». «Meine Eltern liessen sich von Anfang an gegen Corona impfen. Ich kam zu einem anderen Schluss als sie, war etwas skeptisch. Deshalb wartete ich noch ab.»





