Nach Causa Fischer – Roman Josi: «Sind noch mehr zusammengewachsen»

In einem Brief forderte Roman Josi die Rückkehr von Patrick Fischer. Jetzt spricht der Nati-Captain kurz vor der Heim-WM erstmals über seine Gedanken.

Das Wichtigste in Kürze
- Nach der Entlassung von Patrick Fischer fordert Roman Josi in einem Brief dessen Rückkehr.
- Mittlerweile ist diese vom Tisch und die Sache erklärt.
- Josi erklärt, dass das Team sogar noch mehr zusammengewachsen sei.
Die Heim-WM rückt immer näher für die Eisgenossen. An der Euro Hockey Tour in Schweden will sich die Nati den letzten Schliff holen. Das Thema um den entlassenen Trainer Patrick Fischer ist aber immer noch nicht ganz vom Tisch.

Rückblende: Nach der Trennung von Fischer wird ein Brief von Roman Josi publik, in dem er sich an den Verband wendet. Darin fordert eine Rückkehr des Coaches für die anstehende Heim-WM.
Dem Wunsch wird nicht entsprochen. Sowohl Verband als auch Fischer-Nachfolger Jan Cadieux äussern sich danach versöhnlich und nehmen Josi die Aktion nicht übel. Jetzt hat sich der Nati-Captain erstmals öffentlich zu seinem Schreiben geäussert.

«Meine Enttäuschung war in jenem Moment gross. Deshalb war für mich klar, dass ich mich solidarisch hinter Fischi stelle. Er hätte das Gleiche für mich und uns als Team getan», so Josi im Gespräch mit dem «Blick».
Roman Josi: «Wir sind noch mehr zusammengewachsen»
Innerhalb der Mannschaft sei deswegen keine Spaltung erfolgt: «Wir führten schon unmittelbar nach der Entlassung von Fischer Gespräche und Diskussionen im Team. Ich redete mit vielen. Für mich und für alle anderen war sehr viel los», so Josi.
Der NHL-Star weiter: «Es war wirklich gut, weil wir sehr offen kommunizierten und alle ihre Meinung einbrachten. Zu diesem Thema gingen die Ansichten ja überall auseinander, auch in der Schweiz.»

Roman Josi sieht rückblickend auf diese Tage sogar positive Folgen: «Wir sind sogar noch mehr zusammengewachsen, weil wir so ehrlich miteinander gesprochen haben. Für die Mannschaft war das sehr gut.»
Und auch der Nati-Captain betont, dass zwischen ihm und Nati-Trainer Jan Cadieux nichts hängengeblieben sei. «Jan wusste und weiss, dass ich zu einhundert Prozent hinter ihm stehe und ihn unterstütze. Er hat mein vollstes Vertrauen. Das war für mich keine Frage, das habe ich ihm immer so gesagt.»

Am Donnerstag geht es auf der Euro Hockey Tour weiter: Um 15 Uhr trifft die Nati auf Finnland. Am Samstag bietet sich gegen Schweden die Chance auf eine Revanche nach der 1:8-Klatsche. Den Abschluss macht am Sonntag das Spiel gegen die Tschechen (12 Uhr).
Am Freitag, 15. Mai, trifft die Nati zum WM-Start auf die USA.





