Nati-Cadieux kritisiert WM-Regeln: «Nicht gut fürs Hockey»

Andrea Schüpbach
Andrea Schüpbach, Christoph Böhlen

Die Eisgenossen müssen sich an der Eishockey-WM mit Silber begnügen. Nach der Overtime-Niederlage kritisiert Nati-Trainer Jan Cadieux den Modus.

Eishockey-WM
Jan Cadieux verliert mit seinem Team den Final der Eishockey-WM. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Finnland gewinnt den WM-Final gegen die Schweiz mit 1:0 nach Verlängerung.
  • In der Overtime wird 3 gegen 3 gespielt – das stört Nati-Coach Jan Cadieux.
  • Diese Regel würde er auch kritisieren, wenn man gewonnen hätte, so Cadieux.

Am Ende kann der Nati nicht mal Spezialgast Marco Odermatt helfen: Obwohl der Ski-Star dem Team vor dem Final der Eishockey-WM einheizt, geht der dritte Final in Serie verloren.

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Marco Odermatt verkündet die Starting-Six in der Nati-Garderobe vor dem WM-Final. - insta/swissicehockey

Nach 0:1 gegen die Finnen sagt Trainer Jan Cadieux zu Nau.ch: «Eine sehr grosse Enttäuschung. Vor allem für die Spieler, nachdem was sie in den letzten beiden Wochen alles geleistet haben.»

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Mit diesem Tor macht Konsta Helenius, Stürmer der Buffalo Sabres, die Finnen zum Weltmeister 2026. - SRF

Cadieux leidet nicht nur mit seinen Spielern – sondern auch mit den Fans: «Wir konnten den Fans nicht das schenken, was wir wollten. Sie hätten den Titel verdient gehabt, die Unterstützung war unglaublich.»

Besonders ärgerlich aus Sicht des Nati-Trainers: Dass die Niederlage in der Overtime passiert, die im Format «3 gegen 3» ausgetragen wird. Cadieux gefällt das nicht.

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Trainer Jan Cadieux zieht seine Silbermedaille zügig aus. - keystone

«Am Ende sind das die Regeln. Aber aus meiner Sicht ist das nicht gut fürs Hockey! Und das würde ich auch sagen, wenn wir heute gewonnen hätten. Es ist nicht gut, wenn ein solches Turnier so enden muss!»

Gefällt dir das «3 gegen 3» in der Overtime?

Nach der dritten Final-Niederlage in Serie gilt der Blick auch der Zukunft. Kann Cadieux auch künftig auf die Teamleader Roman Josi (35), Nino Niederreiter (33) und Leonardo Genoni (38) zählen?

Roman Josi
Roman Josi wird zum zweiten Mal nach 2013 WM-MVP. Seine Nati-Zukunft ist aber noch ungeklärt. - keystone

«Es ist noch zu früh, um darüber zu sprechen. Das war ehrlich gesagt auch noch kein Thema – wir waren alle komplett auf den Moment fokussiert», so Cadieux.

Heute ab 18 Uhr darf sich die Nati nach WM-Silber von den Fans trösten und feiern lassen. Der Empfang steigt im Volkshaus Zürich.

Kommentare

User #4983 (nicht angemeldet)

Wenn man zwei Mal durch die gleiche Prüfung fällt steht man unter Druck. Diesem enormen Druck konnten die Spieler leider nicht stand halten. Eine Generation später wird es vielleicht klappen. Der Sport hat in der Schweiz keinen hohen Stellenwert.

User #2036 (nicht angemeldet)

Jan konnte ein tolles Team erben. Patrick war für ihn jederzeit erreichbar. Ich denke P.Fischer hat ein Dankeschön verdient.

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