Patrick Fischer: Reaktionen der Leser sind gespalten

Die Zertifikats-Lüge von Patrick Fischer spaltet die Nau.ch-Leser: Während die einen Rücktritt fordern, feiern andere den Eishockey-Nati-Trainer als Vorbild.
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Das Wichtigste in Kürze
- Patrick Fischer ist 2022 mit einem gefälschten Covid-Zertifikat nach China gereist.
- Der Eishockey-Nati-Trainer wurde verurteilt – und macht dies jetzt öffentlich.
- Die Reaktionen der Nau.ch-Leser zeigen: Das Thema Impfpflicht polarisiert bis heute.
Der Trainer der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft reiste 2022 mit einem gefälschten Covid-Zertifikat zu den Olympischen Winterspielen in China. Und das mitten in der Pandemie!
Patrick Fischer wurde deshalb schon 2023 als Privatperson verurteilt und zahlte eine Busse. Brisant: Weder der Verband noch Swiss Olympic wussten davon. Am Montagabend machte Fischer diese Verurteilung öffentlich.
Die Nachricht schlägt ein wie eine Bombe und sorgt bei unseren Nau.ch-Lesern für viele Reaktionen. Während sich einige empört zeigen und Konsequenzen fordern, stellen sich andere klar hinter Fischer. Eine dritte Gruppe kann derweil die Aufregung nicht recht nachvollziehen.
Scharfe Kritik an Patrick Fischer: «Charakterlich nicht tragbar»
«Ist und war ein guter Coach, charakterlich nicht tragbar. Schade für die Mannschaft und die Heim-WM. Rücktritt per Sofort», fordert ein User.
Ein anderer ergänzt: «Sowas nennt man Urkundenfälschung und sollte dementsprechend bestraft werden. Nach vier Jahren das Geständnis – Ehrlichkeit ist anders.»
Eine weitere Person schreibt: «Und so jemand vertritt die Schweiz. Eine Schande so eine Person. Auch der Verband zeigt hier einseitig null Führungsstärke.»

Auch das Timing des Geständnisses stösst sauer auf. «Jetzt wo SRF recherchiert, gibt's ein Coming-out und Fehlereingeständnis? So ticken Verweigerer», kommentiert ein Leser trocken. Und: «Was soll dieses Geständnis so kurz vor der WM?«
Ein anderer Leser meint schlicht: «Ein altes Sprichwort heisst: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, wenn er auch die Wahrheit spricht.»
Rückhalt für Patrick Fischer: «Noch sympathischer als ohnehin schon»
Zahlreiche Leser sympathisieren sich aber auch mit Patrick Fischer. «Leute ohne Impfung wurden vom Leben ausgeschlossen – empfinde ich heute immer noch als keine Glanzleistung», schreibt ein User.
Ein anderer erklärt schlicht: «Mir ist er noch sympathischer – habe das gleiche getan.» Eine weitere Person meint: «Eine Lüge zum Selbstschutz sei zu respektieren. Und zu akzeptieren.»

Und auch diese Person feiert die Entscheidung von Fischer: «Ich verbeuge mich vor ihm. Einer der richtig handelte.»
Einige äussern derweil Kritik am Geständnis: «Erst diese Entschuldigung ist ein Fehler. Er weiss, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat – jetzt knickt er feige vor dem Mediendruck ein.»
«Hört auf mit dem Theater»
Die dritte Gruppe von Lesern kann die ganze Aufregung nicht recht nachvollziehen. «Hört doch auf mit dem Theater. Wir haben jetzt ganz andere Probleme, da war Covid ein Spaziergang dagegen», meint ein User.

Eine anderer Kommentar beginnt mit: «Das ist doch der Schweiz egal.» Dann fügt die Person hinzu, dass Fischer sich aber in Acht nehmen sollte, wenn er nochmal nach China reisen sollte. «Die verstehen da nicht so viel Spass. Erst recht nicht, wenn man sich über sie und ihre Vorschriften lustig macht.»





