EHC Thun unterliegt Huttwil klar

Am Dienstag empfing der EHC Thun Hockey Huttwil zum zweiten Duell im Playoff-Halbfinal. Die Thuner wollten unbedingt gewinnen.

Das Wichtigste in Kürze
- Der EHC Thun kann die Halbfinalserie nicht ausgleichen.
- Hockey Huttwil drückt sein Spiel besser durch und gewinnt verdient.
- Die Thuner müssen nun am Donnerstag auswärts gewinnen, um die Ferien zu verschieben.
Spiel eins des Playoff-Halbfinals am vergangenen Samstag war an Spannung kaum zu überbieten! Huttwil und Thun lieferten sich einen Kampf auf Messers Schneide. Am Ende hatten die Oberaargauer im Penaltyschiessen das glücklichere Händchen.
Die Partie am Samstag kostete auf beiden Seiten Kräfte. Beim EHC Thun schieden sowohl Janik Wyss als auch Kelian Fiebiger verletzt aus. Zwei wichtige Akteure, welche den Berner Oberländern nun am Dienstag fehlten.
Im Gegenzug kehrte Anführer Pascal Rossel nach abgesessener Zwei-Spiele-Sperre wieder zurück. Zudem lief Robin Perren wieder einmal für die Thuner auf. Der Visper spielte letztmals Anfang November auswärts in Huttwil für den EHC Thun.
Damals verletzte sich der 20-Jährige und fiel mehrere Wochen aus. Ausgerechnet gegen Hockey Huttwil kehrte der Walliser nun also zurück.
Hockey Huttwil legt wieder im Powerplay vor
Die Partie im Grabengut beginnt, sowie das erste Duell geendet ist: Beide Teams fokussieren sich in den ersten Minuten auf die Stabilität in der Defensive. Nach acht Minuten kassiert Robin Dey die erste Strafe des Spiels.
Dies ist der eigentliche Startpunkt der Partie. Nur 14 Sekunden später liegt die Scheibe hinter Thun-Goalie Graf im Netz. Nach dem gewonnenen Bully spielen die Oberaargauer fünf Pässe und schon kann Joel Bieri mit einem präzisen Abschluss einnetzen.

Eine halbe Minute später erhalten die Berner Oberländer die Chance auf die Reaktion. Huttwils Tschudi setzt sich in die Kühlbox. Neun Schüsse feuern die Thuner in der zweiminütigen Überzahl ab, keiner davon kann Huttwil-Goalie Liechti überfordern.
Kurz nach Drittelsmitte entwischt dann Fabian Haldimann. Graf agiert clever und macht jede Lücke zu, die Scheibe geht am Tor vorbei. Der EHC Thun bleibt offensiv im ersten Drittel zu wenig gefährlich.
Die Kyburgstädter feuern zwar über 20 Schüsse auf Liechti ab, allerdings fast alle aus ungefährlichen Positionen. Die Gäste verzeichnen nur elf Torschüsse, aber aus den deutlich aussichtsreicheren Zonen.
Favre verkürzt für den EHC Thun
Gleich zu Beginn des Mitteldrittels lassen die Hausherren eine weitere Powerplay-Möglichkeit ungenutzt verstreichen. Nur eine Minute später erhöhen die Gäste auf 0:2.
Ein erster Gurtner-Schuss wird von Gauch geblockt. Gurtner erhält aber eine zweite Chance und trifft an Freund und Feind vorbei ins Tor.
Der EHC Thun braucht nun dringend eine Reaktion. Diese folgt vier Minuten später in Überzahl. Verteidiger Favre zieht von der blauen Linie ab.

Gauch und Michellod sorgen für Betrieb vor dem Tor und nehmen Liechti die Sicht. Auch hier fliegt die Scheibe an Mit- und Gegenspielern vorbei ins Netz. Nur noch 1:2!
Der Treffer verleiht den Thunern Auftrieb. Die Gäste stehen jedoch defensiv weiterhin gut und lassen wenig zu. Erst vier Minuten vor der zweiten Pause folgt die nächste Topchance.
Gyger und Bärtschi fahren den Konter, können den Ausgleich aber nicht erzwingen. Im unmittelbaren Gegenzug zeigen sich die Gäste effizienter.
Braus trifft bei seinem Nachschuss die Scheibe gar nicht richtig, hat aber das Glück des Tüchtigen. Anstelle von 2:2 steht es nun 1:3 aus Sicht des EHC Thun.
Torhüterwechsel bei den Thunern
Auf das letzte Drittel hin versucht Thun-Headcoach Daniel Steiner ein Zeichen zu setzen. Er nimmt Graf raus und wechselt dafür Stephan Küenzi im Tor ein.
Der Routinier wird nach nur 10 Sekunden im dritten Drittel sogleich gefordert. Nach einem Thuner Fehler muss er einen gefährlichen Schuss von Fabian Haldimann parieren, um sein Team im Spiel zu halten.
Nach 46 Minuten ist Haldimann dann Sieger gegen Küenzi. Haldimann blockt auf der eigenen blauen Linie einen Schuss und kann dann davonziehen. Mit einem satten Schuss bezwingt er Küenzi in der nahen Ecke.

Der EHC Thun hat nun ein dickes Brett zu bohren. Der 3-Tore-Rückstand 13 Minuten vor Ende scheint eine zu grosse Hypothek zu sein an diesem Abend.
Acht Minuten vor Schluss fasst sich Robin Dey ein Herz und läuft an sämtlichen Gegenspielern vorbei. Liechti ist am Ende aber mit seinem Stock zur Stelle. Gleich danach nimmt Daniel Steiner sein Timeout.
Der Thuner Coach nimmt bereits früh seinen Goalie raus und bringt den sechsten Feldspieler aufs Eis. Die Rochade erzielt vorerst nicht den gewünschten Effekt. Nachdem Küenzi wieder zurückkehrt, hat Gyger eine gute Chance auf das zweite Thuner Tor.
Fünf Minuten vor dem Ende verlässt Küenzi erneut seinen Kasten. Die Thuner gewinnen zwar das folgende Bully, verlieren aber sogleich die Scheibe. Braus trifft aus der eigenen Hälfte ins leere Tor und sorgt für den Endstand von 1:5.
Thun muss am Donnerstag gewinnen
Der EHC Thun verliert Spiel zwei verdient und ist in der Serie nun mit 0:2 in Rücklage. Am Donnerstag werden die Thuner zwingend wieder zu ihrem Spiel zurückfinden müssen, um nicht auszuscheiden.
Verloren ist allerdings noch nichts. Der letzte Sieg in einer Serie ist bekanntlich immer der schwierigste, was auch Hockey Huttwil bewusst sein wird.
Spiel drei des Playoff-Halbfinals folgt am Donnerstag. Um 20 Uhr empfangen die Oberaargauer den EHC Thun im Campus Perspektiven in Schwarzenbach.






