Fribourg-Gottéron gewinnt in Davos und ist Schweizer Hockey-Meister!

Ronny Reisch
Ronny Reisch

Die Final-«Belle» geht an Fribourg-Gottéron: Die Fribourger bezwingen den HC Davos im entscheidenden Spiel in der Overtime und feiern ihren ersten Meistertitel.

Fribourg-Gottéron
Fribourg-Gottéron hat es geschafft: Im engen siebten Finalspiel kommt der vierte Sieg. Dieser ist gleichbedeutend mit dem Meistertitel! - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Fribourg-Gottéron schlägt den HC Davos im entscheidenden Finalspiel in der Verlängerung.
  • Wallmark erzielt das entscheidende Tor zum Meistertitel in der Verlängerung.
  • Damit holt Gottéron im Abschieds-Spiel von Legende Julien Sprunger den ersten Meistertite.

Fribourg-Gottéron ist erstmals Schweizer Eishockey-Meister! Die Drachen gewinnen das entscheidende Spiel 7 in Davos mit 3:2 nach Verlängerung.

Tausende Fans feiern in Fribourg in und rund um die BCF Arena den grössten Erfolg der Vereinsgeschichte. Gleiches gilt natürlich für jene Fans im Gästesektor in Davos. Dabei war dieser zum Start noch halbleer – mehrere Anhänger standen im Stau.

So verpassen sie den Traumstart ihrer Fribourger: Schon in der dritten Minute gelingt Borgström mit einem Schuss von der blauen Linie im Powerplay das 1:0. In der Folge vergeben beide Teams weitere Torchancen – Berra hält mehrfach stark.

Fribourg-Gottéron erhöht – Davoser gelingt der Anschluss

Dann erhöht Gottéron das Skore: Nemeth spielt die Scheibe von hinter dem Tor vor den Kasten, wo Reber angerauscht kommt und vollendet. Die Reaktion der Davoser lässt nicht lange auf sich warten: Gross lässt mit einem Abschluss-Hammer den Torpfosten erklingen.

HC Davos
Fribourg-Gottéron gelingt der bessere Start in dieses entscheidende Finalspiel. - Keystone

Noch im Startdrittel gelingt es dem Heimteam, zu verkürzen. Frick findet Dahlbäck, der erstaunlich viel Platz hat und den Puck unter die Latte haut. Die Stimmung im Stadion explodiert – die «Belle» ist jetzt so richtig lanciert.

Strafen und Chancen – aber keine Tore

Zum Auftakt des Mitteldrittels bremst sich der HCD mit Strafen gegen Frick (21') und Zadina (23') gleich selbst aus. Doch diesmal können die Fribourger ihre Überzahl nicht in ein Tor umwandeln.

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Die Davoser kommen dem Ausgleich durch Dahlbäck und Egli zweimal nahe – Gottéron-Goalie Berra pariert aber stark. Dann brennt es aber so richtig vor dem Gäste-Tor und Berra verirrt sich aus dem Kasten. Kessler verteidigt mit einem Check und muss auf die Strafbank.

Reto Berra
Reto Berra verhindert mehrfach einen Davoser Treffer im zweiten Drittel. - Keystone

Im Boxplay können die Gäste überzeugen – der HCD kann sich trotz Überzahl nie vorne festsetzen. Am Ende des Mitteldrittels müssen dann die Gastgeber in Unterzahl agieren, bleiben aber ebenfalls ohne Gegentor.

HCD drückt, Gottéron stemmt sich dagegen

Im Schlussdrittel starten die Davoser neuerlich aktiver, die Fribourger Defensive lässt aber weiter kaum etwas zu. Auf der Gegenseite scheitert Sprunger per Backhand am starken Aeschlimann.

Sandro Aeschlimann
Sandro Aeschlimann verhindert einen Torerfolg von Fribourgs Julien Sprunger bei dessen letztem Karriere-Spiel. - Keystone

Durch eine Strafe gegen Nemeth schöpft Davos nochmal Hoffnung. Diesmal erspielt sich der HCD in Überzahl durchaus Chancen: Stransky scheitert an Berra, Corvi schiesst am Tor vorbei. Kurz vor Ablauf der Strafe klappt es: Zadina schiesst ein und gleicht die Partie aus.

Hochintensive Schlussphase

Damit entwickelt sich in den Schlussminuten ein Schlagabtausch, bei dem nun jedes Tor Titel-entscheidend sein kann. Ausgerechnet in dieser Phase zieht Wallmark am Trikot des Gegenspielers – das bringt zwei Minuten in der Kühlbox.

HC Davos
Beide Teams werfen in der Hoffnung auf das Siegtor in den Schlussminuten nochmal alles rein. - Keystone

Berra muss gegen Corvi parieren, mehr schaut im HCD-Powerplay nicht heraus. In der 58. Minute kommen die Davoser der Führung dann ganz nahe: Kessler haut die Scheibe an die Latte. Dann vergibt auch Fribourg gleich mehrere gute Möglichkeiten.

Wallmark trifft in Überzahl zum Meistertitel

So muss diese enge Finalserie passenderweise in der Verlängerung entschieden werden. Dort riskieren beide Teams nicht allzu viel. Dann aber kassiert der HC Davos eine Strafe: Andersson spielt die Scheibe in der eigenen Zone übers Plexiglas.

Die Fribourger spielen in Überzahl sehr geduldig – und belohnen sich dann. Als sich die Lücke für den Abschluss auftut, zieht Wallmark ab und knallt die Scheibe mit voller Überzeugung in die Torecke.

Fribourg
Plötzlich fliegen die Helme: Fribourg ist Schweizer Meister. - Keystone

Damit bricht Fribourg-Gottéron den Titelfluch und feiert den ersten Meistertitel. Der Schwede Wallmark verabschiedet sich als Legende aus Fribourg, sein Landsmann Rönnberg wird der Meister-Trainer.

Und Club-Ikone Julien Sprunger beendet seine grosse Karriere nach 1186 Spielen als Schweizer Meister!

Kommentare

User #4404 (nicht angemeldet)

Ich schaue selbst zwar überhaupt kein Eishockey, aber ich freu mich trotzdem, dass die so glücklich sind.

User #4706 (nicht angemeldet)

Ja

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