Hockey Nati verliert ohne Fischer – Spieler bekommen Maulkorb

Die Ära von Patrick Fischer als Nationaltrainer hat ein abruptes Ende genommen. Nachfolger Jan Cadieux verliert bei seinem Debüt als Nati-Coach in der Slowakei.

Das Wichtigste in Kürze
- Einen Monat vor der Heim-WM wird Patrick Fischer als Nationaltrainer rausgeworfen.
- Sein Nachfolger Jan Cadieux verliert sein Debüt in der Slowakei mit 1:3.
- Der Verband schweigt – und verbietet seinen Spielern die Interviews.
Nur einen Tag nach der Entlassung des langjährigen Erfolgstrainers Patrick Fischer ist die Schweizer Hockey-Nati im Einsatz. Die Vorbereitung auf die WM im eigenen Land wird mit einem Testspiel gegen die Slowakei eröffnet.

Noch am Mittwochmorgen leitete Patrick Fischer das Nati-Training. Am Tag danach feiert sein Nachfolger Jan Cadieux in Topolcany bereits sein Pflichtspieldebüt als Cheftrainer der Nationalmannschaft. Dabei unterliegt die Schweiz der Slowakei mit 1:3.
Der Schweizerische Eishockeyverband verteilt den Spielern einen Maulkorb, beim Testspiel gibt es keine Interviews. SRF überträgt die Partie und ist im Stadion in Topolcany vor Ort. Doch dort laufen Spieler und Staff am Reporter vorbei, niemand darf eine Einschätzung abgeben.
Der Verband schweigt am Tag nach dem knappen Statement zur Entlassung. In einer Medienkonferenz am Freitag sollen Fragen zum Fischer-Aus geklärt werden.
Rohrbach erzielt erstes Nati-Tor unter Cadieux
In diesem verläuft das Startdrittel ohne grosse Aufreger. Die beste Chance hat Müller, der knapp an Goalie Rychlik scheitert. Gleich zu Beginn des Mitteldrittels fällt das erste Tor unter Cadieux: Dario Rohrbach trifft nach nur 20 Sekunden.

Allerdings folgt in der 32. Minute das erste Gegentor fürs Cadieux-Team: Vojtech zieht davon und erwischt Genoni. Davon beflügelt übernehmen die Slowaken die Kontrolle, Genoni hält das 1:1 aber fest.
Schweiz plötzlich in Rückstand
Das Schlussdrittel beginnt mit einem Tiefschlag: Melisko trifft. Genoni wehrt den Schuss eigentlich ab, doch der Puck prallt von Heldners Bein ins eigene Tor. Die Slowaken gehen damit erstmals in Führung.

Die Schweiz übernimmt in der Folge zwar das Spieldiktat. Trotz hoher Spielanteile erspielen sich die Eisgenossen aber kaum gute Chancen. Am Ende werfen die Jungs von Cadieux alles nach vorne, die Slowaken treffen ins leere Tor.
Bereits am morgigen Freitag (16.30 Uhr) hat die Schweiz die Chance auf Revanche: Es steht ein zweites Testspiel gegen die Slowaken auf dem Programm. In einer Woche stehen in Biel dann zwei Spiele gegen Ungarn an. Der WM-Auftakt erfolgt am 15. Mai gegen die USA.





