Verliert Patrick Fischer auch noch Titel «Trainer des Jahres»?

Während Swiss Ice Hockey mit dem Hin und Her um Patrick Fischer in die Kritik geraten ist, zeigt Swiss Olympic eine klare Linie gegen den Ex-Nati-Trainer.

Das Wichtigste in Kürze
- Swiss Olympic fährt anders als der Eishockey-Verband einen klaren Kurs im Fall Fischer.
- Der Ex-Hockey-Nationaltrainer könnte auch zwei seiner drei Sports Awards verlieren.
- Zudem hat Swiss Olympic Fischer bei Swiss Sports Integrity gemeldet.
Der Schweizer Eishockey-Verband hat in der Causa Patrick Fischer eine unglückliche Linie gewählt. Nach dem Urkundenfälschungs-Geständnis des Hockey-Nationaltrainers stellte man sich am Montag noch hinter diesen.
48 Stunden später sah die Welt anders aus: Unter dem öffentlichen Druck – vor allem aber dem Druck der Sponsoren – lenkte die SIHF ein. Am Mittwochabend wurde Patrick Fischer freigestellt, sein designierter Nachfolger Jan Cadieux übernahm per sofort.

Das geschah wohl auch auf Drängen des Dachverbands Swiss Olympic. Denn anders als der Eishockey-Verband hat man beim Schweizer Olympia-Verband eine klare Linie gewählt: Nach seinem Impf-Betrug war Fischer für Swiss Olympic nicht mehr tragbar.
Verliert Patrick Fischer seine «Sports Awards»?
Wie der «Blick» nun berichtet, fährt man bei Swiss Olympic auch nach dem Fischer-Aus weiter einen knallharten Kurs. An drei Fronten geht der nationale Olympia-Dachverband gegen den in Ungnade gefallenen Ex-Nati-Trainer vor.
Die vielleicht symbolträchtigste Geste betrifft eine Auszeichnung, die Fischer gerade erst erhalten hatte: Vor zweieinhalb Wochen war der 50-Jährige an den «Sports Awards» als Trainer des Jahres geehrt worden. Für Fischer war es das dritte Mal, das zweite in Folge.

Diese letzten beiden Auszeichnungen könnte Fischer nun auf Drängen von Swiss Olympic aber verlieren. Demnach will der Olympia-Verband prüfen lassen, ob eine Aberkennung auf Grundlage der ethischen Voraussetzungen möglich wäre.
Swiss Olympic meldet Fischer bei Swiss Sports Integrity
Die zweite der drei Massnahmen könnte für Fischer auch noch disziplinarische Folgen haben. Swiss Olympic hat den Ex-Hockey-Nationaltrainer an die Swiss Sports Integrity gemeldet. Diese ist neben Doping-Verstössen auch für Ethik-Fragen im Schweizer Sport zuständig.

Und zu guter Letzt hat Swiss Olympic auch Fischers Trainerkarte eingezogen. Dabei handelt es sich allerdings eher um eine symbolische Geste. Angesichts des schwammigen Kurses bei der SIHF aber ein sehr deutliches Zeichen von Swiss Olympic.





